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02.07.2017 - Villa Media Wuppertal

Zur Veranstaltung: Leider ist meine Geschichte kein Einzelfall. Immer wieder erreichen uns über die Medien Skandale die uns oft kopfschüttelnd zurück lassen. In Wuppertal stirbt die kleine Talea 2008 bei ihrer Pflegemutter. Sie wird von ihr in der Badewanne ertränkt, da sie mit dem Kind völlig überfordert zu sein scheint. Das Mädchen ist nur 5 Jahre alt geworden. Der herbeigerufene Notarzt kann es nicht mehr retten.
Mit welcher Motivation Pflegeeltern ein Kind annehmen bleibt häufig unentdeckt. Pflegeeltern fühlen sich als Versager, wenn sie mit den Kindern nicht zurecht kommen. Darunter leiden müssen immer die Kinder selber. Jugendämter haben wenig Einblick in akute Situationen denn ein Besuch ohne vorherige Ankündigung ist nicht erlaubt. Erst wenn Gefahr im Verzug ist, dürfen Behörden unangekündigt mit Polizei erscheinen. Häufig haben Kinder dann unentdeckt schon Jahrelanges Leid erfahren.
Sich aus diesem Leid zu befreien und später ein glücklicher Mensch zu werden, ist nicht einfach. Dass es aber funktionieren kann, zeigt meine Geschichte. So möchte ich Mut machen, möchte wachrütteln und von meinem Glück denen abgeben, die es viel nötiger haben als ich es heute habe. Die gewohnte und vertraute Opferrolle zu verlassen, bedarf das Verständnis, dass man sein Leid nicht in die hinterste Ecke des Kopfes verstecken kann. Dort nämlich kann es eine Zeitlang sicher ruhen... aber es fängt an zu stinken, zu faulen und wird dich am Ende vergiften. Also muss man dem „Gegner“ gekonnt ins Auge blicken... sich ihm stellen... und vor allem den Mut haben, ihm die Stirn zu bieten. Wer das schafft, der verdrängt nicht, sondern verarbeitet und kann Verständnis entwickeln und verzeihen lernen. So möchte ich die an die Hand nehmen... die sich aus der Opferrolle befreien und ein glückliches Leben führen möchten. Glücklich sein wollen ist immer eine Entscheidung!
DANKE VON HERZEN FÜR IHRE UND EURE UNTERSTÜTZUNG
Hanna


16.12.2016 - Kontakthof Wuppertal

Freitag Abend, der Kontakthof in Wuppertal empfängt uns "atmosphärisch-kuschlig". Noch eine halbe Stunde bis zum Beginn. Hanna Frey hat zu ihrer Buchpremiere "Es konnte mich nicht zerstören" eingeladen. Die Spannung steigt: Wie wird sie das Buch präsentieren? Sie will erzählen, nicht lesen. Eine Buchvorstellung ohne zu lesen? Geht das? Nach zwei Stunden weiß ich: Es hat funktioniert. Hanna Frey hat ihre Zuhörer gefesselt mit ihrer Lebensgeschichte. Sie hat "am Buch entlang" erzählt, und es war nie langweilig. Wer motiviert werden wollte, dass es sich lohnt, trotz schwieriger Lage und wenig Zuwendung mit viel Kraft einen eigenen Standpunkt einzunehmen, dem Leben die Stirn zu bieten, der war hier richtig.

Die Autorin überzeugte mit Offenheit, Authentizität, Herzlichkeit und Nähe. Trotz des bedrückenden Themas schaffte sie es, eine optimistische, ja fröhliche Stimmung zu erzeugen, andererseits aber den Finger in die Wunde zu legen. Das Thema des richtigen Umgangs mit Pflegekindern ist nach wie vor mitten in unserer Gesellschaft und bedarf täglich Entscheidungen, an deren Sinnhaftigkeit es zum Teil noch immer mangelt. Die beiden Pole - Verantwortung von Institutionen und Zuwendung zu den Kindern -  sind offenbar schwer zu vereinbaren, aber gerade darum geht es bei solchen hochkomplexen Entscheidungen.

(Text: Ursula Günther)

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